Wie ich wurde, was ich bin…

veröffentlicht von am Mrz 30, 2013 in Marketing Blend | 3 Kommentare
Wie ich wurde, was ich bin…

Freiberufler haben viele Freiheiten. Einige von ihnen – so auch ich – haben die freie Wahl der Berufsbezeichnung. Die Frage „Was machen Sie so beruflich?“ ist nicht so leicht zu beantworten wie Kommunikationsberaterin Wibke Ladwig bei sich und vielen anderen festgestellt hat. Ihre gleichnamige Blogparade nehme ich zum Anlass zu erklären wie ich wurde, was ich bin…

 

Marketingberaterin

Im Jahr 2008 fasste ich den Entschluss, mich in München als freiberufliche Marketingberaterin für Solopreneure und kleine Unternehmen selbständig zu machen. Ich verkündete das im Freundes- und Bekanntenkreis. Typische Reaktionen waren: „Ach, dann machst Du jetzt was mit Werbung?“ Nein, genau das eben nicht. Ich mache keine Werbung. Ich positioniere Unternehmen auf dem Markt und entwickle passende Maßnahmen, die ihre Positionierung stärken. Fragende Gesichter. Eine Alternative musste her nach der Devise „If you can’t explain it simply, you don’t understand it well enough“.

Espressostrategin

Das Mantra von Solopreneuren und Inhabern kleiner Unternehmen zum Thema Marketing ist: „Dafür haben wir weder Zeit noch Geld.“ An diesem Punkt habe ich angesetzt und die Espressostrategie fürs Marketing entwickelt. Mit ihr konzentrieren sich die Unternehmer im Marketing auf das Wesentliche und das Wirksame. Das spart Zeit und Geld. Wer es eilig hat bestellt nach dem Essen auch lieber einen Espresso als eine Latte Macchiato. Dieses Bild prägt sich jedem auf Anhieb ein – auch Teetrinkern. Und es ist immer ein schöner Gesprächsaufhänger, weil es zum Nachfragen animiert.

Chief Enthusiasm Officer

Viele denken bei Marketing an Werkzeuge und Kampagnen. Es wird als etwas Abstraktes und losgelöst vom operativen Geschäft betrachtet. Das mag in großen Unternehmen mit seinen verschiedenen Fachabteilungen stimmen und funktionieren. Aber kleine Unternehmen und Selbständige sind das Marketing.  Es muss für sie sein wie atmen, etwas Selbstverständliches, nicht etwas Lästiges, das man auch noch machen muss, nur Geld kostet und nichts bringt. „Marketing kommt von Machen“ lautet meine Devise. Neben der klassischen Analyse des Wesentlichen und der strategischen Planung des Wirksamen ist daher ein wichtiger Bestandteil meiner Beratung, meine Kunden ins Tun zu bekommen, ihre Begeisterung und Tatkraft für ihr eigenes Business wieder zu Tage zu fördern. Inspiriert von einem Blogbeitrag bezeichne ich mich gerne als Chief Enthusiasm Officer. Was der genau macht habe ich hier erklärt.

Markenberaterin

Nach drei Jahren Selbständigkeit habe ich innegehalten und auf mein Unternehmertun zurückgeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich ein Faible für die Markenentwicklung und Markenführung bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen und Produkten habe – und auch genau dafür von meinen Kunden empfohlen werde. Und weil manchmal alles neu werden muss, damit alles beim Alten bleibt, habe ich mit dem Re-Design meines Unternehmensauftritts auch in meinem Firmennamen die entsprechende Anpassung zu „Martschenko Markenberatung“ vorgenommen.  

Happiness Economist

In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder, wie ich von mir selbst als „Happiness Economist“ spreche. Die Bezeichnung habe ich einem Lehrstuhlmitarbeiter der Universität Passau, mit dem ich im vergangenen Jahr eine Vorlesung gehalten habe, zu verdanken. Happiness Economics beschäftigen sich mit Fragen, wie unsere Ökonomie aussehen müsse, um glücklich zu machen. Der Begriff gefiel mir. Als Beraterin, in meinem Blog und meiner Kommunikation in den sozialen Netzwerken stelle ich stets das Positive in den Vordergrund: Stärken, Talente, Best Practice. Auch wenn es heißt, aus Fehlern lerne man am allermeisten, so betrifft das nur die selbst gemachten. Aus den Fehlern anderer lernt man bei weitem nicht so viel wie von positiven Beispielen. Der Happiness Economist passt gut zur Haltung eines Chief Enthusiasm Officers. Und zum Espresso. Mit dem verbinden die Menschen nämlich ausschließlich angenehme Assoziationen.

Je nach Kontext verwende ich mal die eine oder andere Berufsbezeichnung. Es gibt keine, die immer passt, genauso wie kein Tag meines Berufslebens dem anderen gleicht seit ich mich selbständig gemacht habe. Ich liebe das!

In der Blogparade von Wibke Ladwig finden sich übrigens noch viele weitere herrliche selbst erfundene Jobbezeichnungen wie Social Web Ranger, Botschafterin für Eigensinn & Lebenslust oder Freiraumfrau. Lassen Sie sich inspirieren zu einer eigenen neuen Berufsbezeichung!

 

3 Kommentare

  1. Neue Berufsbilder :: Digital Communication Consultant | DoSchu.Com
    31. März 2013

    […] Maren Martschenkos Beitrag zur Blogparade gelesen. Wenn es um kreative Jobbezeichnungen geht, dann hier entlang […]

  2. Fast hundert Berufsbilder in der Blogparade: Und was machen Sie so beruflich? | Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt
    2. April 2013

    […] Maren Martschenko (Martschenko Markenberatung), Wie ich wurde, was ich bin […]

  3. Blogparade: Und was machen Sie so beruflich? | Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt
    2. April 2013

    […] Maren Martschenko (Martschenko Markenberatung), Wie ich wurde, was ich bin […]

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