Jeder Mensch braucht ein Passion Project – Lieblinks KW 16/2015

veröffentlicht von am Apr 17, 2015 in Virtuelle Crema | 4 Kommentare
Jeder Mensch braucht ein Passion Project – Lieblinks KW 16/2015

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal jeden Freitag Kühe malen würde. Und vor allem dass mir das Kühe Malen einmal so viel Energie geben wird. Ich nenne es mein Passion Project.

Aus dem wöchentlichen Malen ziehe ich sehr viel Energie und Motivation für die Bereiche im Leben, in denen ich einfach mal die Arschbacken zusammenbeißen muss, z.B. wenn ich die Buchhaltung machen muss oder eine arbeitsreiche Woche mit sehr vielen Terminen und zu wenig Zeit für meine Familie und Freunde habe. Wenn ich mein Passion Project nicht hätte, würde es mich innerlich wahrscheinlich zerreißen.

Vielleicht kennen Sie das auch? Alle fordern von Ihnen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Konzentration und Verantwortung: Anspruchsvolle Kundenprojekte, die Familie, der Partner, das Ehrenamt. Haben Sie auch manchmal, als fresse Sie der Alltag leer? Mit einem Passion Project fließt neue Energie in den Alltag und auch in die Arbeit ein.

Wenn ich könnte, würde ich jedem Mensch ein Passion Project verschreiben.

Die folgenden Menschen ließen sich bereits zu einem eigenen Passion Project inspirieren. Was mir besonders gut gefällt: Passion Projects zielen nicht auf Rekorde ab, sondern sie haben eine ganz eigene Ästhetik.

Die Mutter aller Passion Projects

Zwei Studenten hatten die ewig gleichen Fragen im Designstudium satt. Diese hatten einfach nichts mit der Wirklichkeit zu tun, die sie bei ihren ersten freien Aufträgen erlebten. So beschlossen sie, die knallharte Wahrheit über den Job eines Designers zu schreiben. Sie druckten ihren „Good fucking design advice“ auf Poster, Tassen und ihre Webseite. Sie nannten es ihr „Passion Project“. Als ich das sah, wusste ich: Ich möchte auch ein Passion Project! Bald darauf startete ich mein Erstes, eine Alpenüberquerung zu Fuß. Sie veränderte mein Leben.
-> Good fucking design advice

Fotograf aus Leidenschaft

Einer der ersten, dem ich bei einem Espresso von meinem Passion Project erzählte, war Grafikdesigner und Twitterfreund Raimund Verspohl. Was ich nicht wusste: Dieses Gespräch war für ihn der Auslöser, sein Hobby, die Porträtfotografie, zum Passion Project zu erklären. Danach ging alles ganz schnell: Eine Webseite wurde in null-komma-nix eingerichtet. Aufträge folgten bald. Heute arbeitet er als professioneller Porträtfotograf – ganz ohne Profi-Ausbildung. Warum? Weil er es kann. Aus Leidenschaft.
-> Raimund Verspohl Portraits

Farbe für Leib und Leben

Meine Kolleginnen von vonzweidesign, mit denen ich viele Marken-Projekte gemeinsam umsetze, sind nicht nur hervorragende Corporate Designer, sondern auch noch passionierte Handwerkerinnen. Es ist ein hervorragender Ausgleich zur alltäglichen Bildschirmarbeit. Allerdings können sie nicht nur mit Indesign wahre Wunder vollbringen, sondern auch mit den Händen. Deshalb riefen sie ihr eigenes Designlabel „kontrastgrau“ ins Leben. Die Produkte sind allesamt wunderschöne Gegenstände, die Farbe in den grauen Alltag bringen.
-> Kontrastgrau

Alltagspoesie

Ruth Frobeen ist Texterin und Märchenautorin. Inspiration für ihre Geschichten findet sie immer und allerorten. Sie geht stets mit offenen Augen durchs Leben gehen und entdeckt die Schönheit im Kleinen und Großen, z.B. ein Ei oder ein Mädchen, das sich in einer Spiegelwand betrachtet. Zum Glück für uns, hat sie ihre Spiegelreflexkamera wieder entdeckt und lässt uns teilhaben an diesen Entdeckungen. Ein ganz stilles, ein ganz wunderschönes Passion Project!
-> Alltagspoesie

Ganz neu

Das jüngste Passion Project dieser Runde ist gerade diese Woche live gegangen. Karrierecoach Bettina Sturm teilt ihre Begeisterung für genussvolles Essen jetzt nicht mehr nur mit ihrer Familie, sondern mit der ganzen Welt. Ihre Gespräche mit anderen „Foodies“ machen Appetit auf mehr.
-> Respekt, Herr Specht

 

Und was für ein Passion Project haben Sie? Ich würde mich freuen, wenn Sie es mit mir und meinen Lesern teilen.

 

 

4 Kommentare

  1. Bettina Sturm
    17. April 2015

    Liebe Maren,

    ich weiss noch genau, wie Du im Combinat mir zum 1. Mal von Deinem Passion Project „Alepenüberquerung zu Fuss“ erzählt hast. Da dachte ich: Ja, das ist geil! Ich will auch ein Passion Project!
    Es hat dann eine Weile gedauert, bis es bei mir richtig gefunzt hat. Irgendwann hatte ich den Magic Moment, in dem mein #Herzensprojekt „Respekt Herr Specht“ entstand. Und genau wie Du beschreibst, gibt es mir in stürmischen Zeiten Energie und Flow. Mitten im grössten Stress ein Interview mit meinen Foodies und ich bin in ein anderer Welt.
    Yes, everybody needs a passion project!

    Sooooo herzlichen Dank für diese Megainspiration!

    Ciao, Tina

  2. geekchicks.de » geekchicks am 17.04.2015 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre
    18. April 2015

    […] Jeder Mensch braucht ein Passion Project – Lieblinks KW 16/2015 Maren Martschenko (@zehnbar) in Martschenko Markenberatung: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal […]

  3. Angelika Bungert-Stüttgen
    18. Mai 2015

    Liebe Maren,

    Du hast Recht, jeder Mensch braucht ein #PassionProject.

    Mein #PassionProject ist nun schon seit 1,5 Jahren mein Kochblog. Dort sammele ich meine Familienrezepte, weil ich es leid war, immer nach ihnen in diversen Kochbüchern und Rezeptsammlungen suchen zu müssen.

    Weil Zeichnen meine zweite große Leidenschaft ist, habe ich die Rezepte bzw. deren Zubereitung gezeichnet.
    http://kochblog.freiraumfrau.de/

    Liebe Grüße,
    Angelika

  4. Maren Martschenko
    18. Mai 2015

    Das ist ein tolles Passion Project, Angelika!

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