Begeisterung: Die einfachste Form des viralen Marketings

veröffentlicht von am Jul 15, 2011 in Brandrede | 3 Kommentare
Begeisterung: Die einfachste Form des viralen Marketings

Bei viralem Marketing denken viele kleine Unternehmen und Selbständige im besten Fall an kreative und unterhaltsame Werbespots, die sie über Youtube kennengelernt und weiter verteilt haben. Im schlechtesten Fall denken sie an eine ansteckende Werberkrankheit. Entsprechend sagen sie: „Das ist etwas für große Unternehmen.“ „Das ist viel zu teuer für uns.“ „Das brauche ich nicht.“

Dabei ist es ganz simpel. Virales Marketing beginnt nicht mit einem Video, sondern mit einem selbst. Die einfachste Form des viralen Marketings ist die eigene Begeisterung.  Echte Begeisterung ist immer authentisch und steckt an. Begeisterung vermehrt sich, in dem man sie teilt. Begeisterung inspiriert. Echte Begeisterung ist nicht erklärungsbedürftig, sondern sofort für jeden erkennbar. Begeisterung kostet Sie nichts!

Ich halte Begeisterung deshalb für eines der wirksamsten und unterschätztesten Marketingtools von Dienstleistern, Speakern und Experten, kurz allen, die sich oder ihr Wissen vermarkten müssen. Sie alle kennen das Gefühl, wenn Sie auf Menschen treffen, die ihre Begeisterung für ein Thema teilen. Sie macht Wissen zu erlebbarer Kompetenz.

Kennen Sie Ihr Begeisterungspotenzial? Wenn nicht, helfen Ihnen diese Fragen es herauszufinden:

Sind Sie begeisterungsfähig? Bevor wir andere begeistern können müssen wir selbst begeistert sein. Ich habe das Gefühl, vielen geht es mit ihrer Begeisterungsfähigkeit wie mit der Kreativität: Sie ist ihnen seit Kindertagen Stück für Stück abhanden gekommen. Die gute Nachricht ist: Sie können sie wieder erlernen.

Was begeistert Sie? Ich bin zum Beispiel seit jeher leicht von Neuem zu begeistern. Noch mehr begeistert mich, wenn ich im Neuen Altbekanntes wiederentdecke. Ein Beispiel: Social Media sind zwar eine neue Kommunikationsform, basieren aber auf ganz klassischen Kommunikationsregeln. Ebenso begeistern mich einfache Dinge wie eine schöne Webseite, ein guter Espresso, eine Erbsensuppe auf der Alm nach einer anstrengenden Wanderung.

Wen haben Sie zuletzt begeistert? Über manche Dinge kann ich mich im Stillen freuen. Echte Begeisterung will geteilt werden. Gerald Hüther sagt, Begeisterung sei der Dünger für unser Gehirn. Sie werden merken, dass Sie auch schon eine ganze Menge Menschen angesteckt haben mit Ihren kleinen und großen Ideen. Das Begeisterungspotenzial ist da!

Welche Begeisterung teilen Sie mit Ihren Kunden und Geschäftspartnern? Übertragen Sie Ihre Begeisterungsfähigkeit auf Ihr Business und schon wird sie zu viralem Marketing. Wenn Teilnehmer nach einem Workshop sagen „Man spürt Ihre Begeisterung für das Thema“ bin ich glücklich. Genauso begeistern mich immer wieder meine Kunden mit ihren Geschäftsideen, manchmal mehr als sie selbst. Die Begeisterungsfähigkeit für das eigene Unternehmen wieder zu wecken und zu erhalten sehe ich auch als Element meiner Arbeit.

Und Sie? Verkaufen Sie noch oder begeistern Sie schon?

3 Kommentare

  1. Anja
    15. Juli 2011

    Sehr richtig, habe auch erfahren, dass man mit echter Begeisterung mehr Leute gewinnen kann, als wie wenn man sich an „ungeschriebene Vorschriften“ (fest-)hält („man macht das nun mal so …“).
    Ruhig einmal neue ungewöhnliche Wege beschreiten – aber bitte immer authentisch mit voller innerer Überzeugung und vorallem mit Begeisterung!

  2. dküv
    15. Juli 2011

    Hallo zehnbar,

    Toller Beitrag – sehr gut geschrieben und ja, „man spürt Ihre Begeisterung für das Thema“. Sie schwappt sehr deutlich und vor allem sehr einnehmend herüber. Klasse!

    Ich bin in einem ganz anderen Feld tätig – technische Prüfdienstleistungen – aber auch in diesem spüre ich täglich die Begeisterung um mich: die des Technikers, des Ingenieurs der in seinem Fach so aufgeht, daß er jeden Zuhörer ansteckt. Das ist wirklich das beste Marketing, und ‚viral‘ trifft es ganz genau.

    Danke für diesen eye-opener, die Wirksamkeit der Begeisterung hatte ich bisher noch nicht so eindringlich erkannt. Und der Espresso-Aphorismus „konzentriere Dich auf das Wesentliche und das Wirksame“ findet hier eine neue Illustration.

    Gruß, dküv

  3. 5 Antworten :: Social Media & Fokussierung | DoSchu.Com
    24. Mai 2012

    […] Allerdings ist nicht jedes fachliche Thema so sexy, dass es gleich auf Gegenliebe stößt. Deshalb empfehle ich bei der Kommunikation im Social Web, sich vor allem auf die Aspekte zu konzentrieren, bei denen der Funke spürbar überspringt. Begeisterung ist immer noch die einfachste Form des viralen Marketings. […]

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